TENNISSTAR „PICASSO“ IN ESCHENAU

10.11.2015

Philipp Petzschner im Interview

Die Vereinigten Raiffeisenbanken unterstützen auch dieses Jahr bereits zum 19. Mal das ATP Challenger Turnier in Eckental. Das bekannte Tennisturnier hat viele Fans und genießt einen ausgezeichneten Ruf. Hier spielen eine Vielzahl bekannter Tennisgrößen, eine davon ist Philipp Petzschner, der uns für ein kurzes Interview im Kompetenz-Zentrum Eschenau besuchte. Wie die Vereinigten Raiffeisenbanken ist das sympathische Tennis-Ass ein ausgesprochener Teamplayer und verlässlicher (Doppel-) Partner.

Ihr Spitzname ist „Picasso“ … was hat es damit auf sich?
Philipp Petzschner: (lacht) Den Namen haben mir meine Tenniskollegen gegeben, weil ich am Platz gerne mal zwischen Genie und Wahnsinn spiele. Ich agiere manchmal sehr emotional und dann wieder sehr kühl taktierend. Da fliegt auch schon mal mein Tennisschläger. Der Name passt deshalb recht gut.

Sie sind gerade auf Platz 52 in der Weltrangliste im Doppel. Wieso Doppel und nicht Einzel?
Philipp Petzschner: Im Doppel war ich schon immer erfolgreicher. Hier kann ich sehr gut meine Intuition einbringen, Spielzüge planen. Sich auf den anderen verlassen zu können ist einfach ein tolles Gefühl. Ich bin ein Teamplayer, auch privat. Freunde und Familie haben mir sehr in den letzten beiden Jahren geholfen, als ich verletzungsbedingt eine Tennispause einlegen musste.

Also, wenn es mal nicht so läuft, bauen Sie Freundschaften wieder auf?
Philipp Petzschner: Genau. Viele meiner Freunde sind Sportler aus anderen Disziplinen. Sportlerherzen schlagen einfach in einem ähnlichen Takt. Man versteht sich und kann sich besonders wenn es schwierig wird, gut unterstützen und motivieren.

Zum wievielten Mal spielen Sie beim ATP-Tunier in Eckental?
Philipp Petzschner: Ich denke, ich bin bereits das zehnte Mal mit dabei. In Deutschland finden sich nicht allzu viele Challenger Turniere auf diesem Niveau. Für mich ist das praktisch ein Heimspiel, da ich ursprünglich aus der Region, genauer gesagt aus Bayreuth stamme. Wobei ich sagen muss, das Publikum in Eckental ist wirklich sensationell. Da macht es natürlich noch mehr Spaß, hier alles zu geben. 

Sie wohnen nicht mehr in der Region?
Philipp Petzschner: Nein, ich wohne in Köln. Meine Frau kommt von dort. Für unsere Kinder ist es toll mit der Familie aufzuwachsen. Aber ich komme immer wieder gerne nach Franken. Besonders wenn sich so viele Top-Spieler auf einem Sportevent treffe, wie in Eckental.

Sie sind schon lange im Profisport aktiv. Was planen Sie für die Zukunft? Und was kommt nach dem Tennis?
Philipp Petzschner: Ich bin jetzt 31 Jahre, da geht noch was (grinst). Also die nächsten zwei bis drei Jahre sind fest für Tennis verplant. Was danach kommt, wird man sehen. Sicher ist, Sport und Tennis werden immer eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen. Ich bin jetzt schon im Sport-Marketing unterwegs, vielleicht werde ich mal die Seiten wechseln. Mal sehen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Philipp Petzschner: Viele Siege, keine Verletzungen und nächstes Jahr ein ATP Turnier in Eckental.